Der Wasserverbrauch verdoppelt sich im Sommer
Aus Sicht des Wasserwerks von Alavus bedeutete das Wachstum des Kyläkauppa-Gebiets in Tuuri wiederholte Überprüfungen ihres Wasserversorgungsnetzes. Das Wasser stammt aus zwei Wasserentnahmestellen, die etwa 10 und 15 Kilometer vom Dorf entfernt liegen. Wenn eine Leitung ausfällt, könnte die andere Leitung genügend Wasser liefern – vorausgesetzt, sie hätten Glück. Sollte ein solcher Ausfall mitten im Sommer passieren, wäre ein Wassermangel sehr wahrscheinlich.
„Im Sommer kommen grosse Menschenmengen in die Region, und der Wasserverbrauch kann bis zu 300 Kubikmeter pro Tag betragen. Im Winter hingegen reichen 130 Kubikmeter pro Tag mehr als aus“, sagt Werkleiter Timo Seppä vom Wasserwerk Alavus.
„Das Gebiet Tuuri hat sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt und wächst weiter. Wir haben beschlossen, zwei 100-Kubikmeter-Niedrigwasserbehälter in der Region zu installieren, um Verbrauchsspitzen auszugleichen und uns auf mögliche Ausfälle vorzubereiten.“
Fertig ab Werk
Bevor die Entscheidung zum Kauf der Speicherbehälter getroffen wurde, prüfte das Wasserwerk andere Möglichkeiten. Dazu gehörte zum Beispiel die Vergrösserung der Versorgungsleitungen. Bald wurde jedoch klar, dass die Wasserspeicherung der richtige Weg ist. Seppä liess für sowohl Beton- als auch Kunststoffbehälter Kostenschätzungen erstellen.
Sowohl die Behälter als auch die Druckerhöhungsstation wurden aus Weholite-Polyethylenrohr mit einem Innendurchmesser von 2,4 Metern gefertigt. Jeder Behälter ist 23,4 Meter lang.
Direkt in den Graben
GF lieferte die Produkte im September 2020 nach Tuuri. Das Wasserwerk Alavus hatte die notwendigen Erdarbeiten und die Erstellung der Fundamente beauftragt, auf denen die Behälter und die Druckerhöhungsstation von einem GF-Montageteam aufgesetzt und verankert wurden. Nach dem Verankern verband das Wasserwerk die Behälter mit der Druckerhöhungsstation und dem Wasserversorgungsnetz und verfüllte den Graben. Jetzt sind über der Erde nur noch drei Schachtdeckel und zwei Steuerschränke für das Elektro- und Automatisierungssystem sichtbar.
Die Installation verlief schnell und reibungslos. Die Ein- und Auslassanschlüsse befanden sich genau dort, wo sie sein sollten, so dass wir die Rohre und Absperrklappen leicht dazwischen montieren konnten.
Im Winter installierte das eigene Team des Wasserwerks weiterhin das Elektro- und Automatisierungssystem, und die Inbetriebnahme wurde verschoben, so dass sie näher zur Sommersaison, also der Hauptsaison von Tuuri, stattfindet. Bis dahin ist auch die Fernüberwachung der Behälter und der Druckerhöhungsstation fertig installiert.