Druckregelung in Dosieranlagen

03.09.2015 10:00

Sei es die Dosierung von Wasser, Chemikalien oder anderen Medien – kundenspezifische Dosieranlagen erfordern flexibles Zubehör. Die Firma UTEC Umwelttechnik GmbH adaptiert jede Anlage auf Kundenwunsch und mit entsprechenden Komponenten, so zum Beispiel für Cleaning In Place-Anwendungen. Wichtiger Teil sind dabei die neuen Druckregelventile Typ 582/586 von GF Piping Systems.

PRV

Die international tätige Firma UTEC bietet ein breites Spektrum an Dosieranlagen für Brauerei-  und Filmtechnik sowie für Biogasanlagen. Auch Begleitgewerke wie Kunststoff-, Rohrleitungs- und Behälterbau sowie Tanks gehören zum Angebotsspektrum. Die sogenannten Klassiker in der Umwelttechnik wie Abwassertechnik, Wasseraufbereitung, Abwasserneutralisationsanlagen gehören dabei zu ihren Expertisen.

Die Anlagen von UTEC können durch passende, aufeinander abgestimmte Komponenten leicht und unkompliziert mit Mischbehältern oder Vorratstanks verbunden werden. Alle erforderlichen Sensoren und/oder Schnittstellen sind aufeinander eingestimmt und erprobt, um einen einfachen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Die Dosiersysteme gibt es in diversen Werkstoffen, wie Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyvinylidenflourid (PVDF), aber auch in Edelstahl. Die Dosierleistungen reichen bis zu 10‘000 l/h. Sie sind anschlussfertig vormontiert und nur der elektrische oder hydraulische Anschluss muss vor Ort erfolgen.

Die Firma UTEC bietet Dosieranlagen für Industrieanwendungen an, die typischerweise für pH-Regulierung – z.B. Neutralisation oder Ausgleich – oder für die Feinjustierung der Prozesskontrolle verwendet werden. Für diesen Zweck werden in der Regel aggressive Chemikalien wie Mineralsäuren oder Laugen genutzt. Konkret zum Beispiel Salpetersäure (HNO3) oder Natronlauge (NaOH) für Cleaning in Place-Anwendungen (CiP) in der pharmazeutischen Industrie. Eine sorgfältige Materialauswahl für die Rohrleitungskomponenten ist daher wichtig, um Korrosion und Umweltrisiken zu vermeiden. Rohrleitungssysteme aus Edelstahl können dabei der Konzentration der Säuren bzw. Laugen sowie den hohen Temperaturen im Reinigungsprozesse kaum dauerhaft standhalten. Kunststoffsysteme sind da wesentlich widerstandsfähiger und damit wartungsarmer und wirtschaftlicher. Kunststoffe, in diesem Fall PVDF, bieten ein breites Spektrum von Möglichkeiten abhängig von der Konzentration der Chemikalien und den Betriebsbedingungen. Mit den Anlagen von UTEC werden die verwendeten Chemikalien vor dem CiP-Prozess gemischt. Diese werden dann zum zum Spülen und Desinfizieren der Produktionsanlagen verwendet. Die Pumpenleistung in den Anlagen beträgt dabei 600 l/h; Bei einer Dimension von DN20/25  werden je zwei Ventile in der Dimension DN15 verwendet. Eines dient dabei als Überströmventil mit 7 bar Druck und das andere als Druckhalteventil mit 2,5 bar. Das Druckhalteventil wird in einer Dosieranlage dazu verwendet, der Pumpe stets einen vordefinierten Gegendruck zu liefern. Das Überströmventil dient als Sicherheitsarmatur.

Flexible Lösung für höchste Ansprüche

Kundenwünsche sind häufig schwer vorhersehbar, jedoch sind Lieferzeiten und Qualität immer ein Thema. Umso besser, wenn sich einzelne Komponenten standardisieren lassen und je nach Anwendung kundenspezifisch ausgeführt werden können. So zum Beispiel die neuen Druckregelventile Typ 582/586 von GF Piping Systems, die in diversen Werkstoffen (PVC-U, PVC-C, PP und PVDF) mit verschiedenen Anschlüssen erhältlich sind. Durch die Ausführung als Stutzen, aber auch neu mit einer Verschraubung, sind dem System kaum Grenzen gesetzt. Werkstoffübergänge können mit einer Standardverschraubung mühelos gemeistert werden. Je nach Kundenwunsch kann beidseitig ein Manometer vorinstalliert werden. Dabei kann das Manometer nicht nur an einem Druckreduzierventil installiert werden, sondern ebenfalls an einem Druckhalteventil. Abhängig vom Medium kann bei aggressiven Flüssigkeiten auch ein eigens dafür entwickelter Membrandruckmittler dazwischen geschraubt werden.

Ausschlaggebend für die Verwendung der Ventile von GF Piping Systems waren laut Christian Hermann, Geschäftsführer der Firma UTEC, der hohe Qualitätsstandard undder einfache Aufbau des Produktes. „Nicht nur die grosse Bandbreite an Variationen hat uns überzeugt“, so Hermann, „sondern auch die Möglichkeit, die Ventile leicht zu warten und zu reparieren.“ Das sei sehr wichtig, da sich damit Zeit sparen lasse. Dies führt zu geringeren Kosten für den Endkunden, der die Anlagen dann auch selbst warten kann. Das Ergebnis ist ein zufriedener Kunde.

Sicherer Betrieb

Durch verschiedene Designdetails wird nicht nur das Handling vereinfacht. Das neue Design bietet auch ein Höchstmass an Prozesssicherheit. Dank der zentralen Kunststoff-Kunststoff-Verschraubung entfällt das lästige Nachziehen zahlreicher Metallschrauben nahezu vollständig. Auch Temperaturschwankungen, sei es im Betrieb, aber auch bereits beim Transport beeinflussen das Ventil nicht. Selbst bei rauen Umgebungsbedingungen gewährleistet das einmalige Design, dass der eingestellte Sollwert zuverlässig gehalten wird.

Einfache Handhabung

Auch weitere Details erleichtern den Alltag. So ist der Durchflussrichtungspfeil in die Ventile eingespritzt. Somit bleibt auch nach der Revision klar erkennbar, in welcher Position das Ventil wieder eingebaut werden muss. Da die Ventile lageunabhängig installiert werden können, sind die im Kopf des Ventils eingelassenen Richtungspfeile hilfreich, wenn es darum geht den gewünschten Öffnungsdruck zu verringern (P-) oder zu erhöhen (P+).

Im Falle einer Wartung hält das Kartuschendesign eine benutzerfreundliche Lösung bereit. Ohne viel Aufwand können die Membrane samt Kolbeneinheit als Komplettkartusche getauscht werden und der Prozess kann weiterlaufen. Sollten die Bohrungen in der Kartusche durch Partikel im Medium verstopft sein, lässt diese sich rasch entfernen, reinigen und wieder in Betrieb nehmen.

Optimale Planung

Dosing unit

Oftmals wird das Ventil zu gross dimensioniert und es kommt zu unerfreulicher Geräuschentwicklung in der Rohrleitung, hervorgerufen durch Vibrationen. Mit dem neuen „Online Sizing Tool“ (www.gfps.com/prv) für das Ventil Typ 582/586 ist es jedoch auch für den weniger routinierten Anwender ein Kinderspiel, die richtige Ventilgrösse zu finden. Christian Hermann bestätigt: „Wenn man mal in dem Konfigurationstool unterrichtet ist und weiss dieses zu benutzen, dann "pfeifen" die Ventile auch nicht mehr...“.

Und auch sonst ist die UTEC zufrieden mit dem Service. „Die Zusammenarbeit mit GF Piping Systems ist sehr gut“, sagt Hermann. „Das Unternehmen bietet nicht nur eine hohe Verfügbarkeit und ist weltweit bekannt. Vor allem auch die kompetente Hilfe und Beratung in allen Fällen überzeugt uns“, fasst er zusammen.

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Attila Albert

Attila Albert
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