Erweiterte Netzwerkdokumentation dank Einsatz von innovativen Schweissgeräten und Techniken

25.08.2015 10:00

Das Grundbedürfnis eines Gasnetzbetreibers ist die zuverlässige und sichere Versorgung seiner Kunden. Dieses Bedürfnis kann durch den Einsatz von hochwertigen Rohrleitungskomponenten, den Verbau und den Betrieb durch qualifiziertes Personal erreicht werden.

GF services app

Um dies sicherzustellen, wird häufig ein elektronisches Rohrbuch vom Betreiber geführt. Dieses beinhaltet die produktspezifischen Daten des PE-Bauteils (Traceability Code entsprechend ISO 12176-4), Details zum Verarbeiter (Ausweis entsprechend ISO 12176-3) und zusätzliche baustellenspezifische Angaben, die üblicherweise manuell oder per Barcode auf der Baustelle ins Schweissgerät eingegeben werden. Weitere Nachweise der Installationsqualität fehlen meist. Eine Dokumentation nach der Installation erfolgt mit anderen Systemen und wird meist an anderer Stelle gespeichert.


Eine moderne Netzwerkdokumentation für PE-Rohrleitungen beschränkt sich nicht auf die Bereitstellung von elektronischen Schweissprotokollen entsprechend der gängigen Anforderungen, sondern hat den Anspruch, den gesamten Lebenszyklus aller Bauteile einer Rohrleitung von der Herstellung und dem Einbau bis zum Betrieb darzustellen. Durch den Einsatz neuer Technologien wird gewährleistet, dass die Datensätze an einem zentralen Speicherort sicher vorliegen, jederzeit und von überall abrufbar sind und während der verschiedenen Phasen mit zusätzlichen Informationen versehen werden können. Der Netzbetreiber kann Analysen über den Baufortschritt, die beteiligten Unternehmen und die verwendeten Komponenten erstellen. Als Nachweis der Installationsqualität sind unter anderem Schweissprotokolle und Bilder, die während der Installation aufgenommen werden, verfügbar.

Netzwerkdokumentation in Verbindung mit der „GF Trace App“

GF Piping Systems verwendet seit geraumer Zeit einen QR-Code zur eindeutigen Identifizierung der ELGEF Heizwendelformstücke. Jedes einzelne Formstück wird bereits in der Produktionszelle mit einem eigenen QR-Code versehen und ist damit eindeutig identifiziert. Schon in der Produktion wird somit der Datensatz mit den aktuellen und spezifischen Daten versehen! Mit dem QR-Code kann man die „GF Trace App“ auf dem Smartphone nutzen. Diese Dienste helfen die Installationsqualität zu sichern und unterstützen die Dokumentation der Rohrleitungskomponenten.


Bei Verwendung der neuen Heizwendel-Schweissgeräte der MSA 4 Familie, wird auf der Baustelle lediglich der eindeutige QR-Code mit 2D-Scannern eingelesen. Der QR-Code beinhaltet unter anderem die Informationen des Trace- und Schweissbarcodes. Beide Informationen werden im Schweissprotokoll abgespeichert.


Während der Installation können mit Hilfe von der „GF Trace App“ u.a. Bilder und Videos, Baustellenbezeichnung, Auftragsnummer, Schweisser-ID, Schweissnummer und GPS-Koordinaten diesem QR-Code zugeordnet und zu den bereits vorhandenen Herstellinformationen in der GF Web Tracking & Analysis Datenbank (GF Web T & A) gespeichert werden. Der kabellose Scanner des MSA 4.1 ist ein MDE und bereits für die „GF Trace App“ vorbereitet, somit kann zukünftig auf ein Smartphone auf der Baustelle verzichtet werden.

Die Protokolle aus den Schweissgeräten werden in einer Auswerteapplikation vom Installationsunternehmer gefiltert, editiert und direkt in dieselbe Datenbank transferiert. Entsprechend der Berechtigungen kann somit schon während oder kurz nach der Installation eine Qualitätsüberprüfung oder eine Analyse der verwendeten Bauteile durch den Netzbetreiber in der GF Web Tracking & Analysis Datenbank erfolgen.


Das System ist selbstverständlich auch für Schweissgeräte ohne 2D-Scanner geeignet. Bei der Verwendung von Wettbewerbsmaschinen wird das Protokollformat CSV für den Import der Protokolle in die Auswertesoftware benötigt. Zur Identifizierung von Bauteilen ohne bereits vorhandenen QR-Code besteht die Möglichkeit der Generierung von eindeutigen QR-Codes auf der Web Plattform. Daraus ergibt sich die Möglichkeit der Anwendung auch für nicht schweissbare Verbindungen oder mechanische Bauteile wie zum Beispiel Schieber. Somit kann eine umfängliche Dokumentation für sämtliche Bauteile in einem einheitlichen System erstellt werden. Nach der Installation lässt sich der Datensatz mit weiteren Informationen erweitern, beispielsweise mit dem Ergebnis der Druckprüfung oder den Protokollen einer zerstörungsfreien Materialprüfung. Wartungszyklen für Ventile und Armaturen können im System hinterlegt werden und erleichtern so den Unterhalt eines Netzwerkes.


Mit der Anwendung dieses Systems wird die Netzwerkdokumentation komplett, aktuell und online verfügbar. Netzbetreiber können die Einhaltung Ihrer Spezifikationen zu 100 % sicherstellen!

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Zurück

Kontakt

Attila Albert

Attila Albert
Public Relations & Communication
Georg Fischer Piping Systems Ltd.
Ebnatstrasse 111
8201 Schaffhausen
Schweiz

attila dot albert #at# georgfischer dot com