19. Revision der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

Zur Erhöhung der hygienischen Sicherheit im Trinkwasser wurde die deutsche Trinkwasserverordnung der 19. Revision unterzogen. Diese ist am 9. Januar 2018 in Kraft getreten – damit wurden gleichzeitig europarechtliche Anpassungen vorgenommen.

Die Trinkwasserverordnung bildet in Deutschland die rechtliche Grundlage für die Sicherstellung der einwandfreien Trinkwasserqualität. Die 19. Revision der Trinkwasserverordnung bringt für die Trinkwasserverteilung in Gebäuden einige Veränderungen, welche die Verbraucher besser schützen sollen. Somit wird der Fokus auf die präventiven Massnahmen verstärkt.

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagt dazu: „Qualitativ hochwertiges Trinkwasser ist eine grundlegende Voraussetzung für ein gesundes Leben. Deshalb ist eine strenge Überwachung ganz wichtig, um unnötige Belastungen zu vermeiden.“ 

Dies führt zu einer Verschärfung der Betreiberpflichten und bedeutet für die Trinkwasserverteilung im Gebäude folgendes:

Anzeige und Meldepflicht

Treten bei der periodischen Legionellenbeprobung Überschreitungen des technischen Massnahmenwertes von 100KBE/100ml auf, ist das Analyselabor ab sofort gesetzlich verpflichtet, die positiven Befunden direkt dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. 

Für den Betreiber besteht keine Möglichkeit einer zweiten Beprobung mehr. Er wird lediglich über den Befund informiert. Mit dieser Massnahme sollen Manipulationsversuche, wie sie in der Vergangenheit stattgefunden haben, verunmöglicht werden. 

Weiter sieht die geänderte Verordnung neue, klar definierte Informationsplichten für die Eigentümer im Falle einer Kontamination vor, womit die Verbraucher besser informiert werden. Ebenso wird die Kommunikation zwischen dem Gebäude-Eigentümer und dem Gesundheitsamt vereinfacht und ist neu auch elektronisch möglich.

Legionellenbeprobungen
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Bisher wurden die Probenahmen und die Untersuchungen von zu einander unabhängigen Parteien durchgeführt – dieser Prozess wird nun zusammengefügt, was das Konfliktpotential unter den Parteien senkt. 

Künftig müssen zertifizierte Analyselabore die Aufsicht über die Analytik sowie über die Probenahme haben. Externe Probenehmer müssen demnach in das Qualitätsmanagement der Labore eingebunden sein. 

Eine korrekte Legionellenbeprobung beinhaltet mehrere Schreite und beginnt jeweils mit der Festlegung der Probenahmestellen, über welche die ordnungsgemässe Probenahme erfolgt (Probenahmeventile). 

  • Mehr zum Thema finden Sie in unserem Hygienekonzept unter dem Schritt Monitoring.
Gefährdungsanalyse

Die Anforderungen an die Gefährdungsanalyse, damit diese vom Gesundheitsamt anerkannt wird, wurden verschärft. Ziel ist es, die Ursachen zu erkennen und Abhilfemassnahmen vorzuschlagen und nicht nur kurzfristig die Symptome zu bekämpfen. 

Unter einer Gefährdungsanalyse ist eine gesamtheitliche Betrachtung der Trinkwasserhygiene im Gebäude zu verstehen. 

  • Mit unserem Hygienekonzept haben wir einen systematischen Ansatz zur umfassenden Betrachtung der gesamten Trinkwasserhygiene entwickelt. Hier geht's zum Konzept.
Hygienische Inbetriebnahme neuer Trinkwasserinstallationen
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Bei neuen Trinkwasserinstallationen (neue Objekte) hat die Erstuntersuchung gemäss neuer Trinkwasserverordnung in den ersten 3 bis 12 Monaten nach Fertigstellung zu erfolgen, da bei der Erstinbetriebnahme eine erhöhtes Verkeimungsrisiko besteht. 

Der Grund dafür liegt darin, dass das Objekt nach der Erstinbetriebnahme nicht sofort in den ordnungsgemässen Betrieb übergeht und das Wasser oft über längere Zeit stagniert. Zudem ist das Nährstoffangebot für Bakterien in neu verbauten Installationen durch Schmutzpartikel und Fette von den Installationsarbeiten sowie durch die neuen Materialien erhöht. Diese Kombination aus Stagnation und Nährstoffen führt zu einer stark erhöhten Gefahr einer Verkeimung. 

Demnach sollte eine Stagnation des Wassers möglichst verhindert werden. Es empfiehlt sich zudem, bei der Erstbefüllung der Trinkwasserinstallation einen Verkeimungsschutz in Form eines schonenden Desinfektionsmittels beizumischen. 

  • Unsere Desinfektionsanlage Hycleen Des 30 bietet den geeigneten Schutz vor einer Kontamination.
Höchstwert für Chlorat in Desinfektionslösungen (neu)

Die Anforderungen an die Desinfektion von Trinkwasser wurden verschärft (Teil Ic ).

Beim Natriumhypochlorit (CAS Nr. 7681-52-9) liegt Chlorat Höchstwert bei 70 µg/l bei 1,2 mg/l freies Chlor. 

  • Mit unserer Hycleen Des 30 Desinfektionsanlage wird die Desinfektionslösung stets frisch vor Ort produziert, was unerwünschte Abbauprodukte, wie beispielsweise Chlorate, auf ein Minimum reduziert. Unser System hat bei unabhängigen Tests die erforderlichen Werte um Faktoren unterschritten und erfüllt zudem die Anforderungen der EU-Biozid-Zulassung. Diese ist seit 2017 zwingend für ein Trinkwasser-Desinfektionsmittel.

Hycleen - In 4 Schritten zur optimalen Trinkwasserhygiene

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