Hygienisch einwandfreies Trinkwasser in 4 Schritten

01.02.2018 14:00

Hygienisch einwandfreies Trinkwasser ist, anders als vielfach angenommen, selbst in hochentwickelten Industrieländern noch immer eine Herausforderung - und das sogar in relativ neu errichteten Wohn- und Bürogebäuden, Hotels, Kliniken, Altersheimen, Thermalbädern und Wellness-Einrichtungen. Aktuell in der Schweiz veröffentlichte Zahlen zeigen beispielsweise, dass sich dort im vergangenen Jahr fast 500 Menschen mit Legionellen infiziert haben - 35 Prozent mehr als 2016. Diese Zahl beinhaltet nur schwere Verläufe, die eine medizinische Behandlung erforderten. Die Zahl der Betroffenen mit einer leichten Legionellen-Erkrankung (Pontiacfieber), die nicht gemeldet wurde, ist damit wahrscheinlich noch vielfach höher. All das lässt sich jedoch verhindern.

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Auch in vielen anderen europäischen Ländern sind die Infektionszahlen nach Erhebungen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gestiegen, darunter in Deutschland, Italien, Spanien, Österreich, Schweden, Dänemark und Belgien. In den USA nahm die Zahl der gemeldeten Infektionen mit der potentiell tödlichen Legionellenkrankheit in den vergangenen 15 Jahren sogar um 450 Prozent zu, wobei sich ein Teil des Anstiegs durch vermehrte Messungen und eine erhöhte Sensibilität für das Thema erklärt.

GF Piping Systems ist der globale Spezialist für hygienisch einwandfreies Trinkwasser und hat, basierend auf internationalen Forschungsarbeiten und eigenen Praxiserfahrung weltweit, vier entscheidende Faktoren identifiziert. Sie helfen Planern, Bauherren und Gebäudebetreibern, eine hohe Trinkwassergüte sicherzustellen.

  1. Eine Trinkwasserinstallation, die durchgängig darauf ausgelegt ist, Bakterienwachstum zu vermindern. Dazu gehören Rohrleitungen mit Oberflächen, die Biofilme und anderen Ablagerungen verhindern, Fittinge und Ventile ohne Hohlräume und Nischen, in denen sich Bakterien vermehren können, und das konsequente Abtrennen und Entleeren von Totleitungen und ungenutzten Zapfstellen. Das gilt besonders für nur zeitweise oder saisonal genutzte Gebäude wie Ferienressorts oder Eventhallen.
  2. Die ständige Überwachung der Trinkwassergüte und der Wassertemperaturen. Kaltes Trinkwasser sollte immer unter 25 °C liegen, warmes Trinkwasser immer über 50°C (Bakterien wachsen vor allem im Temperaturbereich dazwischen). Das ist keine Selbstverständlichkeit, weil die Rohrleitungen vielfach zu eng beieinander liegen oder unzureichend gedämmt wurden, so sich unerwünscht Wärme überträgt. Daneben gehören selbstverständlich regelmässige Trinkwasser-Beprobungen und die mikrobiologische Analytik zu wichtigen Massnahmen.
  3. Eine regelmässige thermische oder chemische Desinfektion der Trinkwasserinstallation, damit Verkeimungen tief gehalten werden. Das zusätzliche Spülen des Trinkwassersystems trägt Ablagerungen und Biofilme hinaus. Für die chemische Desinfektion ist aggressives und unangenehm riechendes Chlordioxid, wie es in einigen Ländern noch üblich ist, nicht notwendig. Moderne Desinfektions-Lösungen auf Basis von Natriumhypochlorit, wie sie GF Piping Systems empfiehlt, sind die hochwirksame, dabei umweltschonende und sogar trinkbare Alternative.
  4. Eine periodische Risikobewertung, die die Trinkwassergüte sicherstellt und die Energie- und Ressourceneffizienz optimiert. Dieser Schritt umfasst den Blick auf veränderten Bedingungen im Gebäude, etwa eine eventuell veränderte Nutzung (z. B. andere Raumbelegung), aber auch auf Energiekosten und Trinkwasserpreise. Schon nach wenigen Jahren zahlt sich dieser Schritt vielfach aus: Fehlentwicklungen - bei Neubauten oder der falschen Nutzung oft schon nach zwei bis drei Jahren – lassen sich früh erkennen und korrigieren, eventuelle Verkeimungen sofort beseitigen.

95 Prozent der Bakterien in der Trinkwasserinstallation haften an Oberflächen. Das Massnahmenpaket, dass die Experten von GF Piping Systems empfehlen und unter dem Namen “Hycleen Concept” zusammengefasst haben, minimiert diese Risiken und sorgt für hygienisch einwandfreies Trinkwasser über die gesamte Nutzungszeit des Gebäudes. Sauberes Trinkwasser ist eine Frage der Gesundheit und Lebensqualität. Für die Betreiber ist es zudem der beste Weg, unnötige Kosten und Image-Schäden zu vermeiden und die steigenden Erwartungen der Gesetzgeber früh aufzunehmen. Wir bei GF Piping Systems unterstützen sie dabei in jeder Projektphase.

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Attila Albert
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