Kalkschutz

Kalk ist nicht nur als Gestein in der Natur vorhanden, sondern auch in gelöster Form, als Kalziumkarbonat (CaCO3) und Magnesium, im Wasser. Ist der Gehalt an Kalziumkarbonat und Magnesium hoch, spricht man von hartem Wasser. Die Wasserhärte – Gesamthärte GH – wird in der Schweiz in 6 Härtestufen eingeteilt.

Korallen Coral Force

Wie hart ist mein Wasser?

Gesamthärte in °fH / Bezeichnung
0 bis 7 / sehr weich
7 bis 15 / weich
15 bis 25 / mittelhart
25 bis 32 / ziemlich hart
32 bis 42 / hart
> 42 / sehr hart

Die Lebensmittelverordnung schreibt allen Trinkwasser-versorgungen seit 2004 vor, dass mindestens einmal jährlich über die Qualität des abgegebenen Trinkwassers zu informieren ist. Viele Wasserversorgungen publizieren unter www.wasserqualitaet.ch ihre Qualitätsdaten.

Als Konsumentin oder Konsument können Sie nach dem gewünschten Ort suchen und erhalten damit die gewünschten Wasserqualitätsdaten. Ist die gewünschte Versorgung noch nicht in der Datenbank, rufen Sie am besten die betreffende Gemeindeverwaltung an und fragen dort nach.

Wie gelangt Kalk in mein Wasser?

Der überwiegende Teil des Kalks gelangt durch die Versickerung des Regenwassers in den Boden und anschliessend in das Grundwasser. Hierbei lösen sich, je nach Art des Gesteins im Untergrund, unterschiedliche Mineralien ins Wasser. Darunter auch das im Kalk enthaltene Kalziumkarbonat. Der Kalkgehalt kann je nach Region sehr unterschiedlich sein.

Kalk ist grundsätzlich sehr schlecht wasserlöslich. Er kann durch die Reaktion mit Kohlensäure, welche durch das Eindringen von Kohlendioxid ins Wasser entsteht, in eine gut wasserlösliche Form umgewandelt werden. Die Menge an gelöstem Kalk hängt mit dem Kohlensäuregehalt im Wasser zusammen. Dieses Gleichgewicht wird als Kalk-Kohlensäure-Verhältnis bezeichnet.

Eine Veränderung dieses Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts führt dazu, dass sich der Kalk wieder in seine nicht wasserlösliche Form umwandelt, sich so an Oberflächen festsetzt und eine Kalkschicht bilden kann (Scaling).

Welche Auswirkungen hat Kalk?

Kalk bzw. Mineralien verleihen dem Trinkwasser seinen natürlichen Geschmack. Das im Kalk vorhandene Kalzium erfüllt zudem wichtige Funktionen im menschlichen Körper, wie der Aufbau von Knochen, Zähnen und Zellwänden. Zudem bietet eine feine Kalkschicht in metallenen Rohrleitungen einen guten Schutz gegen Korrosion.

Ist der Kalkgehalt im Wasser sehr hoch, kann dies jedoch negative Auswirkungen auf die Hauswasserinstallation und Haushaltgeräte haben. Durch die Erwärmung des Wassers verflüchtigt sich die Kohlensäure als Kohlendioxid in die Luft, was das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht stört. Dies hat zur Folge, dass der Kalk nicht mehr in seiner wasserlöslichen Form ist.

Der ausgefallene Kalk setzt sich an der Oberfläche von Rohrleitungen, Boilern, Haushaltsgeräten und Armaturen ab und bildet Kalkstein. Die Folgen können weitreichend sein:

  • Funktionsstörungen
  • Häufige Reinigungs- und Wartungsarbeiten
  • Wärmeübertragungsverlust im Boiler
  • Reduzierter Durchfluss in Rohrleitungen
  • Probleme mit der Hygiene im Rohrleitungssystem (Kalkstein bietet Mikroorganismen einen idealen Schutz zur Bildung eines Biofilms)

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