Schritt 1: Prävention

Die Trinkwasserinstallation in Gebäuden verlangt besonderes Augenmerk. Dort kann es durch Planungsfehler und unsachgemässen Betrieb zu einer mikrobiologischen Kontamination des Trinkwassers durch Legionellen und andere Pathogene kommen.

Hycleen - In 4 Schritten zur  optimalen Trinkwasserhygiene

Um eine hohe Trinkwassergüte bis zur Zapfstelle im Objekt sicherzustellen, ist ein Umdenken in der Trinkwasserverteilung gefordert. Während die Trinkwasserverteilung bis vor wenigen Jahren als wartungsfrei angesehen wurde, werden heute zunehmend neue Installationskonzepte und Massnahmen während der Nutzung notwendig. Diese fördern präventiv die Trinkwassergüte in der Installation und sichern damit eine hohe Trinkwasserhygiene. Die nachfolgenden Ansätze sind bei allen Objekten in der Planung, der Installation und der Nutzung zu beachten.

Massnahme 1: Verwendung von totraumfreien Rohrleitungssystemen

Grundsätzlich birgt ein Rohrsystem immer die Gefahr einer Verkeimung, da das Trinkwasser intensiv mit dessen Oberflächen in Berührung kommt. Ungenutzte Installationsabschnitte führen oft zu langen Stagnationszeiten des Trinkwassers und bieten einen idealen Lebensraum für Bakterien. Solche Abschnitte sollten wann möglich abgetrennt, wenig genutzte Zapfstellen abgesperrt und entleert werden.

In Toträumen – also in mit Wasser gefüllten und kaum durchspülten Hohlräumen – können sich Bakterien besonders gut vermehren. Sie sollten darum vermieden werden. Toträume findet man insbesondere bei Verbindungen von Rohrinstallationssystemen und Abdichtungsstellen von Armaturen.

Massnahme 2: Sicherstellung der richtigen Wassertemperatur
Hycleen - RisikobereicheLegionellen vermehren sich besonders stark im Bereich zwischen 25°C und 50°C

Die Wassertemperatur ist für die Vermehrung von Bakterien in einer Trinkwasserinstallation von grosser Bedeutung. Kaltwasser muss Temperaturen unter 20 °C aufweisen, damit die Verkeimungsgefahr gering bleibt.

Die Warmwassertemperatur sollte hingegen immer über 50°C liegen. Legionellen vermehren sich besonders stark im Temperaturbereich zwischen 25 bis 50°C. Bei 37°C erreicht die Wachstumsrate ihr Maximum: Hier verdoppelt sich die Anzahl der Legionellen innerhalb von drei Stunden.

Massnahme 3: Warmwasserverteilung / Hydraulischer Abgleich
Hycleen - Warmwasserverteilung / Hydraulischer Abgleich

Dank der Tatsache, dass das Thema Energieeffizienz heute verstärkt im Bewusstsein von Öffentlichkeit und allen am Bau Beteiligten verankert ist, erfährt auch die Warmwassererzeugung weit mehr Beachtung als früher. Lediglich bei der Installation der Warmwasserverteilung selbst bestehen nach wie vor grosse Wissenslücken. So werden aus Komfortgründen meist alle Zapfstellen mit Warmwasser versorgt, obwohl dies für die Nutzung nicht notwendig wäre.

Um hohen Komfortansprüchen gerecht zu werden, plant man zudem die Zirkulation in der Warmwasserverteilung ein, schenkt ihr aber während des Betriebs oft keine Beachtung mehr. Ein grosser Fehler, denn für eine hohe Trinkwassergüte ist eine gleichbleibend hohe Warmwassertemperatur in der gesamten Warmwasserinstallation entscheidend. Diese muss stets über 50°C liegen.

Gibt es in einem Gebäude mehrere Zirkulationsstränge, muss man einen hydraulischen Abgleich vornehmen. Ansonsten fliesst das Wasser lediglich durch Leitungen, welche den geringsten Druckverlust aufweisen. Dies führt zu einem kleineren Volumenstrom und ungünstigen Temperaturen in den weiter entfernten Zirkulationsleitungen.

Das Ziel des hydraulischen Abgleichs ist es, dass das Warmwasser in sämtlichen Leitungen mit dem richtigen Volumenstrom und der optimalen Temperatur zirkulieren kann.

Massnahme 4: Regelmässige Spülung aller Zapfstellen

Stagniert Wasser über einen längeren Zeitraum, können sich Bakterien darin in Ruhe vermehren – und dies exponentiell – bis eine gefährliche Konzentration erreicht ist. Als einfache Massnahme der Trinkwasserhygiene empfiehlt sich das regelmässige Spülen aller Zapfstellen. Innerhalb von drei Tagen sollte ein kompletter Volumenaustausch in der Trinkwasserverteilung (Kalt- und Warmwasser) erfolgen. Ziel dieser Massnahme ist es, Bakterien aus der Trinkwasserinstallation zu spülen und die Bakterienkonzentration auf einem gesundheitlich unbedenklichen Niveau zu halten. 

Massnahme 5: Kalkschutz zur Verhinderung von Kalksteinbildung
Hycleen - Einblick in ein verkalktes RohrEinblick in ein verkalktes Rohr

Auch die Wasserzusammensetzung spielt bei der Trinkwasserhygiene eine wichtige Rolle. Hartes Trinkwasser führt häufig zu starker Kalksteinbildung und schafft somit ideale Bedingungen für mikrobiologisches Wachstum. Bei mittelhartem bis hartem Wasser empfiehlt es sich, einen Kalkschutz am Eingang der Hauswasserinstallation einzuplanen.

Bei alten Rohrinstallationssystemen aus verzinktem Stahl führt die heutige Trinkwasserqualität oft zu Korrosionen. Das Zudosieren von schutzschichtbildenden Hilfsstoffen sollte dennoch auf ein Minimum reduziert werden, da diese das Wachstum von Bakterien und Biofilm ebenfalls fördern.

Biofilm bildet sich grundsätzlich auf allen Materialien, die in Kontakt mit Trinkwasser stehen. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich dieser nicht aufgrund von Nährstoffen, Temperaturen und Stagnation ausbreiten kann. Das gilt sowohl für den Kalt- als auch für den Warmwasserbereich.


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während der Inbetriebnahme und dem eigentlichen Betrieb: Gezielte Risikominderung durch Abtrag von Migrationsstoffen und Biofilmabbau.

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